Gemeinschaftsschule Leutenbach

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Neuigkeiten der GMS Leutenbach im Schuljahr 2020/21

Braucht es an der Gemeinschaftsschule Noten?

„Heute las ich den Kommentar zum Thema „Noten an Gemeinschaftsschulen“ und den dazugehörigen kurzen Artikel. Ich habe ein Kind auf der Gemeinschaftsschule und bin sehr positiv überrascht, wie gut diese Schulart funktioniert. Die Kinder werden motiviert, sich Wissen anzueignen, bekommen Handwerkszeug dafür an die Hand und müssen nicht mit Angst vor schlechten Noten lernen. Druck durch Noten aufzubauen, blockiert die Kinder oft in ihrem Lernen.
Mittlerweile habe ich zwei Lernentwicklungsberichte erhalten. Wer hierüber wie mancher  CDU-Politiker sagt, dass darin nur „blumige Worte“ den Schüler beschreiben und man eine Übersetzungshilfe benötigt (ähnlich wie bei einem Arbeitszeugnis), hat wahrscheinlich noch nie solch einen Bericht gelesen.
In einem Lernentwicklungsbericht wird der Schüler in den Bereichen Social Skills, Lernverhalten und Leistung mit allen Stärken und Schwächen sehr genau beschrieben. Lernfelder und auch nicht erreichte Lernziele werden sehr deutlich benannt. Während Noten sehr viel Interpretationsspielraum lassen, beschreibt der Lernentwicklungsbericht den Schüler sehr deutlich. Ich würde mir eher die Angleichung an den Lernentwicklungsbericht in anderen Schulen wünschen, so dass ich keine Noten mehr interpretieren müsste.
Timo Behringer, Leutenbach
 
Frau Frech, Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Leutenbach kommentiert:
Ich habe mich sehr gefreut, dass ich in Folge des Leserbriefes von Herrn Behringer von verschiedenen Schulleiterkollegen auf unsere Lernentwicklungsberichte angesprochen wurde. Es tut sehr gut zu wissen, dass die Gemeinschaftsschule Leutenbach Eltern wie Herrn Behringer haben, die von unserem pädagogischen Konzept überzeugt sind und die unsere Arbeit wertschätzen, insbesondere in bildungspolitischen Zeiten, in denen der Schulart Gemeinschaftsschule der Rücken nicht gestärkt wird. Ich weiß, dass die Gemeinschaftsschule Leutenbach gut aufgestellt ist und sich in keiner Weise hinter anderen Schularten zu verstecken braucht.
Bezüglich Noten möchte ich ergänzen, dass wir grundsätzlich in den Klassen 5, 6 und 7 auf Noten verzichten. Besser als Herr Behringer kann ich das nicht beschreiben. Allerdings biete ich am ersten Elternabend der Klasse 8 den Eltern an, dass sie ein Zeugnis mit Noten bekommen können. Dies für den Fall, dass ihr Kind nicht den Realschulabschluss bei uns absolvieren, sondern nach dem Hauptschulabschluss eine Ausbildung anstreben will. Ich sage das nicht, weil ich von der Aussagekraft der Noten überzeugt bin, sondern weil ich nicht will, dass unsere Schülerinnen und Schüler einen eventuellen Bewerbungsnachteil haben, bloß weil Ausbildungsbetriebe noch kein Instrument gefunden haben, mit den kompetenzorientierten Lernentwicklungsberichten anstatt eines Zeugnisblattes mit Noten umzugehen.

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