Gemeinschaftsschule Leutenbach

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Neuigkeiten der GMS Leutenbach

Fünf Fragen zur Gemeinschaftsschule

1.            Wie viele SchülerInnen werden an der GMSL unterrichtet?
425 Schülerinnen und Schüler, also nicht zu groß und nicht zu klein, vielmehr herrlich überschaubar. Wir wissen, wer zu uns gehört und sind stolz auf unsere durch gute, enge Schüler-Lehrer-Beziehungen geprägte, engagierte Schulgemeinschaft.


 
2.            Für welche SchülerInnen ist die GMSL geeignet?
Unsere Schule ist grundsätzlich für alle Schülerinnen und Schüler offen. Das erschließt sich aus unserer pädagogischen Haltung für ein längeres, gemeinsames Lernen und den angebotenen Abschlüssen an unserer Schule. Bei uns können Schülerinnen oder Schüler den Hauptschulabschluss und den Realschulabschluss ablegen oder den Übergang in die Sekundarstufe II eines allgemeinen bzw. beruflichen Gymnasiums vorbereiten. Was für jeden Einzelnen passt, wird in Klasse 8 und in Klasse 9 in den Schullaufbahnberatungen gemeinsam überlegt. Welcher Abschluss letztendlich angestrebt wird, entscheiden die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern.
Das verschafft den Kindern und Eltern Zeit, und unnötiger Druck zur falschen Zeit darf wegfallen. Eltern müssen nicht bereits in Klasse 4 entscheiden, welchen Wunschabschluss sie für ihr Kind sehen, sondern sie können die Lernentwicklung ihres Kindes weitere vier Jahre beobachten und begleiten und dann konkret überlegen, welchen Abschluss ihr Kind anstreben soll. Das empfinde ich als einen wunderbaren pädagogischen Mehrwert, erstmals in Klasse 8 sich ernsthaft, realistisch und passgenau über den Abschluss und die weitere Zukunftsperspektive der Schülerin bzw. des Schülers auszutauschen. Da gehören die Überlegungen auch hin und nicht schon in Klasse 4 oder gar noch früher.
Baden-Württemberg bewegt sich bei den weiterführenden Schulen auf ein sogenanntes Zwei-Säulen-Modell zu: eine Säule wird das Gymnasium bleiben, die zweite Säule bilden die anderen weiterführenden Schulen. 40 Prozent der zu einem Hochschulstudium Berechtigten in Baden-Württemberg kommen nicht aus dem gymnasialen Bildungsgang. Deshalb sehe ich nicht schwerpunktmäßig Kinder bei uns an der Schule, die eine klassische Gymnasialempfehlung bekommen haben und durchgängig in allen Fächern sehr gut bis gut abgeschnitten haben. Aber für alle anderen Schülerinnen und Schüler bieten wir ein gute Schule mit einer besonderen Lernatmosphäre.



3.            Wo profitieren die SchülerInnen an der GMSL besonders?
Wobei ich bei Ihrer nächsten Frage gelandet wäre: Unsere Schule hat Flair, gerade auch als Ort des Lernens. Erst neulich war eine Mutter bei mir und hat sich positiv überrascht geäußert, wie ruhig es bei uns auf dem Flur zugeht und dass dort die Kinder offensichtlich lernen. Ich dachte: „Ja klar, was denn sonst.“ Überzeugen Sie sich selbst davon, dass es funktioniert.
 
Gemeinsames und individualisiertes Lernen haben an unserer Schule ihren festen Platz. Konkret heißt dies insbesondere, dass wir an gemeinsamen Themen arbeiten, die Schülerinnen und Schüler aber in den Fächern und innerhalb des Faches auf unterschiedlichen Niveaus arbeiten können, je nach Begabung, Vorwissen und Können. Es gibt in der Regel drei unterschiedliche Niveaus: G entspricht dem grundlegenden Niveau, M dem mittleren Niveau und E dem erweiterten Niveau. Was mich als Pädagogin anfangs selbst überrascht hat, ist, dass es die Regel (nicht die Ausnahme!) ist, dass Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Niveaus lernen. Heute weiß ich, dass das logisch ist, schließlich geht es ja darum, sich nicht zu unterfordern, aber auch nicht zu überfordern, sondern mit einer Anspruchshaltung an sich selbst im Lernen erfolgreich voranzukommen.
 
Während man vier bis fünf Jahre auf unterschiedlichen Niveaus arbeiten kann, werden erst im Abschlussjahr alle Leistungen auf einem Niveau erbracht. Damit meine ich, wenn ein Schüler in der 9. Klasse den Hauptschulabschluss anstrebt, dann muss er erst in dieser Klassenstufe in allen Fächern alle Leistungsnachweise auf dem grundlegenden Niveau erbringen. Wenn ein Schüler in der 10. Klasse den Realschulabschluss absolvieren möchte, dann werden alle Leistungen auf dem mittleren Niveau erbracht oder wenn ein Schüler in der 10. Klasse beispielsweise den Übergang in ein berufliches Gymnasium anstrebt, kann er entweder über die Realschulabschlussprüfung oder über die Leistungserbringung in allen Fächern auf dem erweiterten Niveau dieses Ziel verfolgen. Was für ein Vielfalt an passgenauen Möglichkeiten, oder?
 
Ein etabliertes, individuelles Coaching, das alle drei Wochen in Einzelgesprächen zwischen Schüler und Lehrer (Lerncoach) stattfindet, erachte ich als einen Schlüssel zum erfolgreichen Lernen, der gezielte, individuelle Lernfortschritte transparent macht. Die Wertschätzung, die dabei sichtbar wird, vermitteln jedem Schüler und jeder Schülerin das Gefühl, gesehen zu werden. Die Einzelgespräche sind für unsere Kinder und uns Lehrerinnen und Lehrer ein ganz besonderes Gestaltungselement von Beziehung und Lernen.
Lernentwicklungsgespräche und die Lernentwicklungsberichte statt Zeugnisse sind ein weiterer Aspekt, die ich hier anbringen möchte. Hierbei haben wir auch die Eltern als Erziehungspartner im Boot.
 
Nicht zuletzt der Schulträger tut sein Bestes dazu.
Die Gemeinde hat uns für die Ganztagesschule eine tolle Mensa, einen Kiosk, ein ansprechendes Schülercafé und Multifunktionsräume neu gebaut, die Schulhöfe werden nach und nach durch Ruheplätze und aktive Plätze (Boulderwand, Trampoline, Basketballkorb, Klettergerüst) zur Bewegung und zum Spielen erweitert. Bald entsteht ein Kleinspielfeld – ein großes Anliegen unserer Schülerinnen und Schüler, vertreten durch die SMV. Immer mehr Schülerinnen und Schüler verbringen drei Ganztage bei uns an der Schule und wollen über Mittag gerne mit Bällen gemeinsam spielen. Auch für unser neues Sportprofil ab Klasse 8 werden damit weitere Nutzungsmöglichkeiten vor Ort geschaffen.
Der Technikraum wird in den Pfingstferien renoviert und im nächsten Jahr entsteht ein neuer naturwissenschaftlicher Raum, und der alte wird ebenfalls erneuert. Eine neue, flexible Möblierung für unterschiedliche Lernarrangements und der sukzessive Aufbau digitalisierter Lernräume sind eine Investition in modernes, zeitgemäßes Lernen, welches in der Gegenwart und Zukunft gebraucht wird, um Schülerinnen und Schüler auf die gesellschaftlichen und beruflichen Anforderungen vorzubereiten. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei der Kommune, bei Bürgermeister Kiesl, dem Gemeinderat und der Verwaltung bedanken, die gemeinsam mit uns den Prozess engagiert und in raschen Schritten vorantreiben.


 
4.            Welche außerschulischen Aktivitäten werden an der GMSL angeboten?
Wir haben im Mittagsband nach dem Essen ein reichhaltiges AG-Angebot, das sich die Schülerinnen und Schüler jedes Trimester neu wählen können. Bei der Wahl werden sie von unserem Schulsozialarbeiter unterstützt. Es ist für jeden etwas dabei: ob Sport, ob Tanz, ob Kunst, ob Basteln, ob Technik, ob Computer, ob Musik, ob Rhythmus, ob zur Ruhe kommen, ob schreiben, ob vorgelesen bekommen, ob geschlechtergetrennt oder lieber doch zusammen, ob chillen oder im Ort unterwegs sein – jeder und jede findet da etwas, was Spaß macht und was man auch mal einfach so ausprobieren kann. Und wer keine Lust auf eine AG hat, kann ab der 7. Klasse sich im Schülercafé oder draußen aufhalten.
Ansonsten gibt es in Klasse 5 die Kennenlerntage, in Klasse 7 das Schullandheim, in Klasse 8 das Skischullandheim und in Klasse 8/9 den englischsprachigen Schüleraustausch mit einem Land in Europa sowie Abschlussfahrten. Hinzu kommen verschiedene Sportveranstaltungen (Handball, Fußball, Ackerlauf, Bundesjugendspiele), Discos, Lolly-Woche und weitere Veranstaltungen der SMV, etliche Klassentage, eine Müllsammelaktion – das ist das, was mir spontan einfällt. Sicherlich habe ich das eine oder andere nicht genannt. Außerdem entscheiden die Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassenlehrern eigenständig über weitere außerschulische Veranstaltungen.
Auch unser Elternbeirat und der Förderverein tragen mit Veranstaltungen zur Bereicherung des Schullebens bei. Verschiedene Bazare, Pausenessen, Feste und Feiern finden regelmäßig statt, aber auch fest installierte und mitfinanzierte Veranstaltungen für verschiedene Klassenstufen sind im Angebot: Selbstverteidigungskurse für die Klassen 5/6, Drogenpräventionsveranstaltungen für die Klassen 7/8, ein Benimm-Knigge-Kurs in Klasse 9 und Bewerbertrainings. An dieser Stelle möchte ich allen aktiven Eltern, insbesondere dem Elternbeirat und den Vorsitzenden des Fördervereins danken, die sich unermüdlich und mit besonderem Engagement für unsere Schülerinnen und Schüler einsetzen und mit vielfältigen Akzenten unser Schulleben bereichern.
 
 
5.            Was begeistert Sie an der Gemeinschaftsschule?
Die Schule entwickelt sich rasant und ich darf dabei sein und mitgestalten. Hier habe ich eine lohnende, anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe. Ich habe ein über alle Maßen hinaus engagiertes Kollegium, die mit ihrer Arbeitsbelastung oft an ihre Grenzen gehen, die noch unzureichenden Rahmenbedingungen mit eigener Kraft und Zeit ausgleichen, und dabei die Freude am LehrerInnensein nicht verlieren und für jedes Kind da sind. Viele der Eltern der Gemeinschaftsschule Leutenbach teilen meine Ansicht und unterstützen uns. Was will ich mehr?
 
6.            Ich darf mir noch etwas wünschen?
Ich wünsche mir Vertrauen in die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschule und Geduld sowie weiterhin einen langen Atem, gepaart mit viel Mut für alles, was ansteht.
  
  

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